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Im Mittelpunkt steht die Förderung für Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgänge, sowie der gymnasialen Oberstufe oder anderer Abschlussjahrgänge.

Die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler oder Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge an Realschulen und Mittelschulen finden sich dem Bedarf entsprechend (beispielsweise für Deutsch, Mathe oder Englisch) in Kleingruppen von maximal acht Personen zusammen und erhalten dann einmal pro Woche für 90 Minuten intensive Hilfe durch eine Studentin oder einen Studenten. Die Studentin oder der Student wird in diesem neuartigen Schritt durch die Kooperation mit regionalen Hochschulen sorgfältig ausgesucht, die Bezahlung übernimmt Chancenwerk e.V.

Die älteren Schülerinnen und Schüler wiederum verpflichten sich – anstatt für den Intensivkurs zu bezahlen – ihr Wissen unter Anleitung eines qualifizierten Nachhilfe-Coachs, der oder die meist ebenfalls studiert, an die Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgänge weiterzugeben. Sowohl mit den Studentinnen und Studenten, als auch mit den Schülerinnen und Schüler der Oberstufe oder anderer Abschlussjahrgänge werden hierzu vorbereitende und begleitende Seminare durchgeführt, damit die Qualität der Lernförderung sichergestellt ist.

Die Lernförderung für die Kinder der unteren Jahrgänge findet dann zweimal pro Woche für jeweils 90 Minuten in der Schule statt. Für einen Mitgliedsbeitrag von 10 Euro erhalten die jüngeren Schülerinnen und Schüler auf diese Weise zwölf Zeitstunden Betreuung pro Monat. Insgesamt muss eine Schülerin oder ein Schüler der Oberstufe oder eines anderen Abschlussjahrgangs nur einmal pro Woche Hilfe geben, sodass – um ein Betreuungsverhältnis von einer älteren Schülerin oder einem älteren Schüler zu vier jüngeren Schülerinnen und Schülern zu gewährleisten – acht ältere Schülerinnen und Schüler 16 Kinder der unteren Jahrgänge betreuen können.

Auf diese Weise kann 24 Schülerinnen und Schülern geholfen werden. Das System bleibt dabei beliebig erweiter- und variierbar. Es kann schulintern oder schulformübergreifend angeboten werden. Ist das Projekt weiter fortgeschritten, ist grundsätzlich auch die Eingliederung von Grundschülerinnen und Grundschülern möglich. Um eine reibungslose Organisation und Kommunikation zu gewährleisten, stellt das Chancenwerk für jede Schule zudem eine Schulkoordinatorin oder einen Schulkoordinator ein, die oder der bei sämtlichen Veranstaltungen vor Ort ist.